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Wenn dich News und Trends aus der Film- und Werbewelt sowie Video und Inbound Marketing interessieren und du gerne isst und reist, dann mach es dir schon mal gemütlich. Diese Themen und noch mehr sind nämlich in unserem Factory Blog Zuhause.

Rosé und Riviera: Das waren die Cannes Lions 2019

Wer an der französischen Küste Rosé trinken möchte, muss zuerst mal arbeiten. Und das haben weltweit viele Agenturen getan: 30.953 Arbeiten aus 89 Ländern wurden in diesem Jahr in Cannes eingereicht. 2.793 davon gab es in der Königskategorie "Film", 7 davon aus Österreich. Insgesamt 262 Einreichungen schafften es auf die Shortlist, 77 wurden mit einem Löwen prämiert. So liegt die Chance, mit seiner Einreichung auf die Shortlist zu kommen, international bei knapp 9%, für einen internationalen Löwen bei 2%. Um mit einer österreichischen Einreichung auf der Shortlist zu landen, lagen die Chancen sogar nur bei 0,1% - das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Um so größer war der Jubel unserer Wiener Filmproduktion, als uns die Botschaft erreichte, dass es unsere Filme mit VMLY&R für seXtalks.at von 147 - Rat auf Draht es in eben dieser Königsdisziplin auf die Shortlist geschafft hatten!

 

 

 

 

 

 

Noch nicht genug Zahlen? Hier der Medaillenspiegel für den DACH-Raum:

  Shortlist Löwen Grand Prix
Österreich 3 1  
Deutschland   32 1
Schweiz 10 7  

 

Und sonst so?

 

Einreichungen & Löwen

Dass die Film-Kategorie nach wie vor die Königsdisziplin beim Cannes Lions International Festival of Creativity ist, beweist die Tatsache, dass hier die Einreichungen dieses Jahr um 29% gestiegen sind - während die Einreichungen insgesamt eher zurück gehen:
statt 32.372 im Vorjahr waren es 2019 30.953.

Aber auch das begehrte Edelmetall und Glas ist zurückgegangen - genauer gesagt um 21% Prozent weniger Löwen wurden dieses Jahr verliehen und damit sind sie auf einem Tiefstand seit 2011. Während die Frage in den letzten Jahren meist lautete, wie viele Löwen jemand bekommen hat, wurde dieses Jahr am German Beach eher darüber geredet, ob man überhaupt einen gewonnen hat. Mit der Umstrukturierung der Cannes Lions wurden auch die Diskussionen der Jurys länger und intensiver - aber gleichzeitig auch sehr konstruktiv, was zu dieser Entwicklung führte. Ralf Heuel, Kreativchef von Grabarz & Partner sagte dazu, es sei von „Ego-Freiheit und Respekt vor der puren Kreativität“ geprägt gewesen. Frei nach dem Factory-Motto: weniger Wirbel, umso mehr Wert.
 
 
Die Gewinner-Arbeiten
 
Bloß nicht anecken war gestern: die Entwicklung, dass Konsumenten mehr und mehr Marken fordern, die sich ganz klar zu bestimmten Themen positionieren und Verantwortung übernehmen. Auch die Vereinten Nationen forcieren eine enge Zusammenarbeit mit der Konsumgüterindustrie. Das stellt eine enorme Chance für Kreative da - schließlich war es lange die NGOs, die geschickt mit emotionalisierenden Themen den Finger in die Wunden der Gesellschaft gelegt haben. Noch dazu haben Marken meist höhere finanzielle Mittel, was sich teilweise besser oder mit mehr Nachdruck bei den Werbebotschaften bemerkbar macht. In quasi allen Kategorien räumten vor allem emotionale Arbeiten mit herausragendem Storytelling ab, die obendrein ein wichtiges gesellschaftliches Thema adressiert hatten.
 
Das zeigt sich auch bei dem Gewinner des Film Grand Prix
 
 
«Als Jury suchten wir nach einer genialen Idee, die mit einer genialen Umsetzung kombiniert werden musste. Und das war das beste Beispiel», sagte Margaret Johnson, Chief Creative Officer & Partner bei Goodby Silverstein & Partners, an der Preisverleihung. «Die Typografie ist sehr einfach, aber extrem mächtig. Es gibt eine Ehrlichkeit und eine Einfachheit darin. Es ist die nackte Wahrheit. Und das ist die Macht der Sache.»
 
 
Die Jury
 
Damit kommen wir auch gleich zu einem weiteren Punkt: der Jury. 

 
Die Jury war dieses Jahr ganz heiß auf eins: Arbeiten mit aktivistischer Natur, die wirklich etwas bewegen. Außerdem war sie, wie unter Einreichungen & Löwen erwähnt, besonders streng und investigativ. So betonten sie besonders, dass sie außergewöhnlichen Mut belohnen wollten und sich außer den Case Videos noch jede Menge anderes Material angeschaut hätten, um den nachweislichen Erfolg der jeweiligen Kampagne zu überprüfen. Auch wurde der Authentizität viel Aufmerksamkeit beigemessen: reines Greenwashing wurde rigoros von den Jury-Mitgliedern aussortiert. Der Trend geht also ganz hin zu Arbeiten mit Hand & Fuß. Das zeigt sich auch bei der Gender Equality, die sich Jahr für Jahr verbessert: 2019 gab es beim Festival of Creativity 27 Jury-Präsidenten, davon 9 Frauen und insgesamt 405 Jurymitglieder, von denen 48% weiblich waren.
 
 
Tech & Data

 

Die Tech-Riesen übernehmen das Festival für Kreativität? Google, Facebook, Spotify, Pinterest und Twitter nahmen große Strandabschnitte ein, während Superyachten den Hafen säumten, der für diese Woche von Ad-Tech-Unternehmen und Beratungsunternehmen wie Accenture Interactive gemietet wurde. Aber auch TikTok und Twitch waren das erste Mal vor Ort. Das macht vielen mittelständischen Agenturen in Cannes große Sorge:

 

Aber es geht auch anders: so predigten zum Beispiel Accenture und Droga5 nach ihrer Fusion im April bei vielen Panels in Cannes, wie wichtig die Symbiose aus Kreativität, Data und Technologie für Marken ist, um im digitalen Zeitalter relevant zu bleiben.

 


 

Du möchtest noch mehr von den Cannes Lions lesen? 
Hier haben wir die Jahre 2017 und 2018 für dich zusammen gefasst!

 


 

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